Tierschau 2026: Helene und Baronesse krönen einen besonderen Kirmesdienstag

Regenjacken, Gummistiefel und Regenschirme gehörten in diesem Jahr fest zur Ausstattung. Der Begeisterung für die Wendener Tierschau tat das allerdings keinen Abbruch. An die 3.000 Besucherinnen und Besucher kamen am Kirmesdienstag auf den Tierschauplatz und ins Festzelt. Eine beachtliche Zahl angesichts des Wetters und ein starkes Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Tierschau bis heute weit über die Gemeindegrenzen hinaus besitzt.

Der Morgen startete mit der Tiersegnung durch Pastor Albert

Schon am frühen Morgen herrschte auf dem Gelände reger Betrieb. Während die Aussteller ihre Tiere für die Prämierungen vorbereiteten, füllten sich die Bereiche rund um Kuh- und Pferdering zunehmend mit Zuschauern. Auch im großen Festzelt waren bereits am Vormittag zahlreiche Plätze besetzt. Besucher aus nah und fern trotzten dem Regen und machten die Tierschau einmal mehr zu einem besonderen Abschluss der Wendschen Kärmetze.

120 Rinder, Pferde und Schafe tatsächlich im Wettbewerb

Nach Abschluss der Tierschau lässt sich auch die tatsächliche Beteiligung genau beziffern: 47 Rinder, 49 Pferde und Ponys sowie 24 Schafe wurden in den entsprechenden Klassen präsentiert und bewertet. Damit standen allein in diesen drei Bereichen 120 Tiere auf dem Tierschauplatz. Hinzu kamen die Hühner der Geflügelschau.

Auch der Nachwuchs war wieder mit großer Begeisterung dabei: 14 Kinder nahmen an „Kind mit Kalb“ teil, zehn weitere bei „Kind mit Pony“. Gerade diese Wettbewerbe gehören Jahr für Jahr zu den Publikumsmagneten und zeigen, wie selbstverständlich Landwirtschaft und Tierhaltung auch an die nächste Generation weitergegeben werden.

Helene wird „Miss Wenden“

Besonders gespannt blickten die Besucher natürlich auf die Entscheidung im Kuhring. Hier fiel die Wahl der Preisrichter auf eine Kuh, die sich am Ende den wichtigsten Titel der Tierschau sichern konnte: Die Braunviehkuh Helene von Heiner Born aus Breckerfeld ist die „Miss Wenden“ 2026.

Miss Wenden 2026 – Braunvieh Helene von Heiner Born aus Breckerfeld

Die fünfjährige Helene, die bereits drei Kälber zur Welt gebracht hat, überzeugte bei der Bewertung und wurde zugleich als beste Kuh der Schau ausgezeichnet. Für ihren Besitzer Heiner Born war die Entscheidung ein ganz besonderer Moment. Die Freude über den Titel war ihm deutlich anzumerken.

Doch auch in den verschiedenen Altersgruppen der Kühe gab es starke Sieger. Matthias Zielenbach aus Hillmicke konnte gleich zwei der großen Sonderauszeichnungen für sich verbuchen: Er stellte sowohl die „Siegerkuh mittel“ als auch die „Siegerkuh alt“. Die Auszeichnung „Siegerkuh jung“ ging an die Voß-Burbecke GbR aus Lennestadt.

Vom Kuhring geht’s direkt zum Abmelken

Damit zeigte sich auch 2026 wieder die hohe Qualität der Tiere, die von den landwirtschaftlichen Betrieben aus Wenden und der gesamten Region zur Schau gebracht wurden. Besonderer Dank gilt auch Lisa-Marie Renz, die als amtierende Braunviehkönigin eigens aus dem Allgäu angereist ist und die Arbeit im Kuhring fachlich und tatkräftig unterstützt hat.

Baronesse ist die neue „Lady Wenden“

Auch im Pferdering wurde bis zur letzten Entscheidung mitgefiebert. Den großen Titel des Tages sicherte sich schließlich ein Tier aus Wenden selbst: Baronesse aus der Zucht der Familie Hochhard wurde zur „Lady Wenden“ 2026 gekürt.

Lady Wenden 2026 – Baronesse der Familie Manni Hochhard aus Wenden

Die 14-jährige Verbandsprämienstute setzte sich bei der Bewertung durch und gewann gleichzeitig die Sonderauszeichnung als Siegerpferd bei den Großpferden. Ein besonderer Erfolg für die Familie Hochhard und zugleich ein Heimsieg für Wenden.

Bei den Isländern gingen die besonderen Siegerauszeichnungen an die Familie Gertz sowie an Charlotte Koch aus Wenden.

Die Entscheidungen wurden in diesem Jahr vollständig von den Fachpreisrichtern getroffen. Damit stand die fachliche Bewertung der Tiere noch stärker im Mittelpunkt.

Drei Siegerschafe und ein Siegerhuhn

Auch abseits der großen Schau-Ringe gab es viel zu sehen. Die 24 Schafe wurden in drei Rasseklassen vorgestellt und bewertet.

Herdwick-Schafe kamen dieses Jahr von Kilian Brüser aus Römershagen

Bei den Gescheckten Bergschafen stellte Lukas Leineweber aus Wenden das Siegerschaf. In der Klasse der Shropshire-Schafe ging die Auszeichnung an Franz-Josef und Julian Quast aus Scheiderwald. Das Siegerschaf bei den Herdwicks kam von Killian Brüser aus Römershagen.

Und natürlich gehörte auch das Geflügel wieder fest zum Bild der Tierschau. Das Siegerhuhn 2026 stellte Kim Schipper aus Finnentrop.

Siegerhuhn 2026 von Züchterin Kim Schipper aus Finnentrop

Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Charakter der Wendener Tierschau aus: Große und kleine Nutztiere, erfahrene Züchter und junge Tierhalter treffen hier auf ein Publikum, das Landwirtschaft unmittelbar erleben kann.

Nachwuchs im Mittelpunkt

Besonders viel Applaus gab es wieder für die jüngsten Teilnehmer. Bei „Kind mit Kalb“ und „Kind mit Pony“ ging es weniger um den klassischen Wettbewerb als um den sicheren und selbstbewussten Umgang der Kinder mit ihren Tieren.

14 Kinder führten ihre Kälber vor, bei „Kind mit Pony“ waren zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Für viele Familien gehören diese Programmpunkte längst zu den schönsten Momenten des Kirmesdienstags.

Vorbereitung der Kälber für ihren großen Auftritt

Auch die Tiersegnung am Morgen fügte sich wieder in das besondere Programm der Tierschau ein. Sie verbindet die lange landwirtschaftliche Tradition des Tages mit einem Moment der Ruhe, bevor in den Schauringen die eigentlichen Wettbewerbe beginnen.

Ein volles Festzelt trotz Regen

Wer angesichts des Wetters mit einem ruhigen Kirmesdienstag gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Bereits am Morgen war das Festzelt sehr gut gefüllt. Rund um die Schauringe standen zahlreiche Zuschauer unter Regenschirmen und in Regenbekleidung, um die Tiere und ihre Besitzer zu erleben.

Dass der Lokalverein am Ende an die 3.000 Besucher zählen konnte, ist angesichts der Witterung alles andere als selbstverständlich. Viele Gäste hatten zum Teil eine weite Anreise auf sich genommen und blieben der Tierschau auch bei Regen treu.

Nach Abschluss der Prämierungen verlagerte sich das Geschehen zunehmend ins Festzelt. Festessen, Musik und viele Gespräche gehörten dort ebenso zum Kirmesdienstag wie zuvor Tiere, Preisrichter und Schauringe. Die Seemannskapelle Hillmicke und der Spielmannszug Wenden sorgten für die musikalische Begleitung, Festredner war in diesem Jahr Georg Schulte aus Wenden.

Auch am Kuhmobil war mächtig was los

Danke für eine besondere Tierschau

Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung ist nur gemeinsam möglich. Unser Dank gilt deshalb allen Züchterinnen und Züchtern und allen Ausstellern, die ihre Tiere mit großem Aufwand vorbereitet und nach Wenden gebracht haben. Ebenso danken wir den Preisrichtern, allen Mitwirkenden im Programm, unseren Festwirten Dieter Menne und Peter Dornseifer und natürlich unseren vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen.

Und vor allem danken wir den an die 3.000 Besucherinnen und Besuchern, die sich vom Wetter nicht abschrecken ließen.

Die Tierschau 2026 hat damit einmal mehr gezeigt, was diesen besonderen Kirmesdienstag ausmacht: Landwirtschaft zum Anfassen, gelebte Tradition, Gemeinschaft – und die Begeisterung für Tiere über Generationen hinweg.

Herzlichen Glückwunsch an Helene, Baronesse und alle weiteren Siegerinnen und Sieger der Tierschau 2026!

Den Tierschaukatalog 2026 zur Nachlese gibt’s hier.